Datengetriebenes E-Commerce: Mit RidersDeal zwischen Datenanalysen und Instinkt

In der neuesten Podcast-Folge von „Marketing meets Technology“ sprechen wir mit RidersDeals. Warum? Ganz einfach: Weil das Team um Rasso Reng, Leiter für Performance Marketing, Data, Automation & KI, zeigt, wie Zahlen, Tools und Bauchgefühl im E-Commerce sinnvoll zusammenspielen können.

Die Folge ist Teil unserer Kooperation mit der SPOGA HORSE, der führenden Messe der internationalen Pferdeindustrie. Sie spiegelt genau das wider, wofür unsere Partnerschaft steht: Austausch, Vernetzung und die Weiterentwicklung digitaler Geschäftsmodelle im Reitsport.

Unsere Kooperation mit der SPOGA HORSE

Vom 07. bis 09. Februar 2026 war WOXOW auf der SPOGA HORSE im E-Commerce Village als Aussteller und offizieller Kooperationspartner der Messe vor Ort. Dort haben wir Reitsport-Unternehmen dabei unterstützt, mehr digitale Sichtbarkeit zu gewinnen und nachhaltige E-Commerce-Strategien aufzubauen.

Aus Erfahrung können wir die SPOGA HORSE auch anderen Digital-Marketing- und E-Commerce-Unternehmen ausdrücklich als starken Connect-Point empfehlen: Der Reitsport bietet enormes Potenzial – und lässt in den Bereichen Digitalisierung, Datenstrategie und Online Handel aktuell noch viele Pferdestärken auf der Straße.

Weiterführende Links zur Kooperation:

🔗 Spoga horse Website

🔗 Mehr über das E-Commerce Village powered by WOXOW

🔗 Unsere Keynote zum Thema „Wie Unternehmen in der KI-Suche sichtbar bleiben“

Spannende Einblicke: RidersDeal denkt E-Commerce neu

RidersDeal gehört zu den erfolgreichsten deutschen Online-Händlern im Reitsport. Gegründet als wachstumsstarkes E-Commerce-Startup, hat sich das Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Preis-Leistung, Community-Nähe und emotionalem Markenerlebnis etabliert. Mit starken Eigenmarken, limitierten Angeboten und einem klar digital geprägten Geschäftsmodell ist RidersDeal in einer spezialisierten Branche ein Paradebeispiel dafür, wie datengetriebenes E-Commerce auch in einer emotionalen Nische funktioniert.

Reng gibt tiefe Einblicke in die datengetriebene Transformation des Unternehmens und erklärt, warum das Bauchgefühl auch in Zeiten von KI und Dashboards noch lange nicht ausgedient hat. „Die spannendsten Ideen entstehen dort, wo Daten auf Gefühl treffen“, so Rasso Reng.

Johanna Hartung mit Rasso Reng im WOXOW-Podcast-Studio

Der Wandel: Von emotionaler Brand zur datengetriebenen Organisation

„Wir sind groß geworden mit Social Media, auf der emotionalen Seite“, erzählt Reng. Doch spätestens seit der Teilnahme an einem Scale-up-Programm hat sich der Fokus bei RidersDeal verschoben: Vision, Ziele und KPIs wurden definiert. Das ist ein Prozess, der tief in die Unternehmensstruktur eingreift. Heute gibt es klare Dashboards mit 15 Kernmetriken, tägliche Reportings und eine hohe Transparenz im Team. Rasso Reng betont: „Jede Person bei uns weiß, mit welchen drei Zahlen sie das Unternehmen nach vorne bringt.“

KPIs, die wirklich zählen – und warum manche einfach nur nett sind

Nicht jede Kennzahl oder Metrik ist gleich wertvoll. RidersDeal unterscheidet klar zwischen Actionable Metrics wie Umsatz oder Retourenquote und sogenannten Vanity Metrics. Dazu gehören reine Impressionen auf Social Media. Auch wenn diese als Frühindikatoren dienen können, steht bei RidersDeal immer der konkrete Geschäftsnutzen im Vordergrund.

Bauchgefühl? Unverzichtbar trotz aller Daten

Ein überraschender Punkt: Reng plädiert für die Koexistenz von Daten und Intuition. „Manche Produkte funktionieren online einfach nicht. Das zeigt kein Dashboard.“

Ein Beispiel aus dem Reitsport: Eine neue Schabracke verkaufte sich in Onlineshops kaum – bis das haptische Feedback aus dem Showroom kam. Die Erkenntnis: Das Produkt war beliebt, aber visuell online schlecht dargestellt. Auch saisonale Schwankungen oder Markttrends erfordern Fingerspitzengefühl. Hier ergänzt Erfahrung die Zahlenbasis perfekt.

Datenqualität und Definition: Die unterschätzte Herausforderung

Datenmengen allein reichen nicht. „Wenn das Tracking nicht stimmt, kannst du alles vergessen“, betont Reng. Deshalb ist Datenqualität für ihn die Grundlage jeder Analyse. Ebenso wichtig: Die Definition der KPIs. Was bedeutet „Deckungsbeitrag“? Wie wird er berechnet? Einheitliche Begriffe sind entscheidend für ein gemeinsames Verständnis im Team.

Automatisierung & KI: Mehr als nur Buzzwords

RidersDeal nutzt Tools wie Make, Google Workspace und automatisierte Newsletter Flows, um wiederkehrende Prozesse zu vereinfachen. Doch Automatisierung braucht Vorbereitung: „Du musst den manuellen Prozess erst kennen, bevor du ihn automatisieren kannst“, so der Experte.

Auch KI wird bei RidersDeal gezielt eingesetzt, sowohl zur Datenanalyse als auch zur Prozessoptimierung. Reng sieht hier großes Potenzial, warnt aber: „KI darf keine Blackbox sein – der Mensch muss mitdenken!“

Community als Datenquelle: Nicht nur Feedback, sondern Wettbewerbsvorteil

Ein weiteres Erfolgsrezept: RidersDeal versteht sich als Community-Marke. Kunden werden aktiv in die Produktentwicklung einbezogen: über Umfragen, Instagram-Abstimmungen oder die eigene „Stallbotschafter“-WhatsApp-Gruppe. Diese qualitative Ebene liefert wertvolle Kundendaten jenseits klassischer Metriken. „Manche unserer Stallbotschafter sind wie zusätzliche Teammitglieder. Sie melden sofort, wenn etwas auf der Seite nicht funktioniert.“

Retouren nutzen und nicht nur als Kostenfaktor sehen

Retouren gehören zum Alltag von Online-Shops. RidersDeal nutzt sie für systematische E-Commerce-Analysen: So untersuchen sie zum Beispiel, welche Produkte oder Marken häufig zurückgeschickt werden. Die Erkenntnisse fließen in Produktbeschreibungen, Sortimentsentscheidungen und die Weiterentwicklung der Eigenmarke ein.

Tipps für kleine Online-Händler: So gelingt der Start

Für Einsteiger im Onlinehandel empfiehlt Reng:

  • Definiere klare Nordstern-Kennzahlen
  • Clustere deine KPIs logisch herunter (z. B. Umsatz → Sitzungen × Conversion Rate)
  • Starte mit einem soliden Tracking (z. B. über Google Analytics)
  • Beobachte täglich deine wichtigsten Zahlen
  • Automatisiere erst, wenn du den manuellen Prozess verstehst

Ausblick: E-Commerce, KI und die Zukunft im Reitsport

Reng sieht die Zukunft des digitalen Reitsports in der Verknüpfung aus datengetriebenen Prozessen und emotionaler Markenbindung. Auch KI wird eine immer größere Rolle spielen, etwa bei der kontextuellen Auswertung von Daten oder der Produktempfehlung via Smart Assistants. Doch egal wie smart die Tools sind, der Kern bleibt menschlich: „Wer Daten mit Emotionalität und Community verbindet, wird im Markt bestehen.“

Weiterführende Links

Häufige Fragen: Datengetriebenes E-Commerce im Reitsport

Wie hilft datengetriebenes E-Commerce dabei, die Customer Journey zu optimieren?

Durch das systematische Sammeln und Auswerten von Daten lassen sich beispielsweise Kaufverhalten, Klickpfade und Abbruchstellen erkennen. So können E-Commerce-Unternehmen den Checkout-Prozess vereinfachen, Inhalte personalisieren und die Customer Journey effektiv gestalten, was sowohl den Kaufabschluss als auch die Kundenbindung verbessern kann.

Wie können Marketingkampagnen und Suchmaschinen zur Kundenakquise beitragen?

Mit Daten aus Suchmaschinen, SEO- und Traffic-Analysen sowie Kaufstatistiken lassen sich Marketing-Kampagnen gezielt auch auf Reitsport-Zielgruppen ausrichten. Dadurch wird die Kundenakquise effizienter, Streuverluste sinken und relevante Nutzer werden genau dort angesprochen, wo ihr Interesse am Kauf von Reitsportartikeln am größten ist.

Warum ist das Sammeln von Daten für E-Commerce-Unternehmen im Reitsport wichtig?

Das Sammeln von Daten ermöglicht es, Kaufentscheidungen besser zu verstehen, Reitsport-Produkte optimal zu platzieren und Angebote zu personalisieren. Auf diesem Weg können E-Commerce-Unternehmen nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch eine langfristige Kundenbindung aufbauen und ihren Onlineshop kontinuierlich datenbasiert optimieren.

Autor

  • Johanna ist im Bereich SEO, künstliche Intelligenz und Datenanalyse zuhause. Sie ist als Speaker auf nationalen und internationalen Konferenzen aktiv und konnte als Lehrbeauftragte schon vielen Studenten Wissen zum Thema SEO vermitteln. Beruflich hat sie vor der Gründung ihrer eigenen Unternehmen sowohl auf Corporate- (Scout24, CHECK24) als auch auf Agenturseite (Blue Summit) Erfahrungen gesammelt. Insgesamt arbeitet Johanna schon seit 2009 im Online Marketing, nachdem sie ihre Abschlüsse als Bachelor of Arts in Sportmanagement und Diplom Betriebswirtin gemacht hat.

    Alle Beiträge ansehen